Optimales Raumklima für Babys

Das perfekte Raumklima für das Babyzimmer entsteht im Zusammenklang von Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Reinheit der Luft im Zimmer. Zudem spielt natürlich wie in allen Zimmern der Sauerstoffgehalt eine wichtige Rolle. 

Optimale Raumtemperatur für Babys

Babys brauchen eine etwas höhere Raumtemperatur als Erwachsene. Temperaturschwankungen sollten aber unbedingt vermieden werden. Das spielt insbesondere beim Lüften eine große Rolle. 

Während viele Erwachsene gerne bei 17-19 grad schlafen bietet sich für Babys eine leicht höhere Temperatur von 19 bis 21 grad. Beim Lüften – insbesondere im Winter – sollte das Baby nicht im Zimmer sein. 

Optimale Luftfeuchtigkeit für Baby Schlafzimmer

Die optimale Luftfeuchtigkeit sollte im Bereich zwischen 40 und 60% liegen. Insbesondere an trockenen Wintertagen wenn die Heizung läuft kann die Untergrenze unterschritten werden. Dagegen gibt es an nebligen, kühlfeuchten Tagen auch schon Überschreitungen der Grenze, die zu Schimmel führen kann. 

Um ein ersten Anhaltspunkt zu bekommen solltest Du schonmal schauen, in welcher Klimazone du wohnst. Deutschland ist oft eher zu feucht. In teilen Südhessens, Südbrandenburgs, Sachsen und Rheinland-Pfalz ist es im Durchschnitt etwas trockener, während es zum Beispiel in NRW und in vielen Flusstälern oft regnerisch oder neblig ist. Die große winterliche Kälte in höheren Lagen und östlichen Gebieten Deutschlands führt dort zu stark laufenden Heizungen und ggf. sehr trockener Raumluft an diesen Tagen. 

Sauerstoff und CO2 im Kinderzimmer

In der normalen Luft gibt es ca. 21% Sauerstoff und trotz Klimawandel und fossile Brennstoffe nur sehr kleine CO2 Anteile. Im Englischen wird dies als parts per million gemessen und beträgt gerade einmal 400 ppm. Also 0,04% der Luft. In Räumen kann dies deutlich ansteigen, insbesondere im Winter, wenn nicht genug gelüftet wird. Werte unter 600 ppm sind gut und unter 1000 ppm sind unbedenklich und darüber sollte allerdings umgehend gelüftet werden.  In Kinderzimmern die nur zum Schlafen genutzt werden, ist dies oft kein Problem. Sind die Zimmer allerdings klein und ggf. der Luftraum durch Möbel weiter stark eingeschränkt, dann kann 600 ppm schon nach einer Nacht überschritten werden.

Weitere Informationen findest Du auf Seiten des Bundesumweltamtes. 

Luftreinheit im Baby Schlafzimmer

Belastete Luft kann zu dauerhaften Atembeschwerden führen. Die Luft im Zimmer sollte also immer rein gehalten werden. Kein Zimmer sollte direkt nach dem Streichen bewohnt werden. Besondere Filter helfen hier auch bei guter Farbe in den nächsten Tagen bzw. sogar Wochen die Luft zu filtern. 

Falls Du rauchst, solltest Du auch darauf achten dein Kind dies nicht zuzumuten. Natürlich gehören auch andere Luftverschmutzer wie Drucker nicht ins Kinderzimmer. Dazu kommt die normale Verschmutzung durch Staub. 

Und letztlich die Belastung beim Lüften. In vielen Städten werden Feinstaubbelastungen von 20 gemessen. Und auch in der Natur ist die Luft mit vielen Pollen, Staub und Sand belastet. Es lohnt sich das leere Zimmer kurz und kräftig zu lüften und währenddessen und im Anschluss die Luft zu filtern. 

Raumklima im Kinderschlafzimmer messen

Ein Messgerät soll also die folgenden Möglichkeiten umfassen:

 

  • Messen der Luftfeuchtigkeit im Babyzimmer
  • Messen der Raumtemperatur im Babyzimmer
  • Messen der Luftreinheit im Babyzimmer
  • Messen des Sauerstoffgehalts (und CO2)
  • Messen des Kohlenmonoxidgehalts (Alarm)

Die kann natürlich auch durch mehrere verschiedene Sensoren bewerkstelligt werden. Für die Messung von Kohlenmonoxid eignet sich am besten ein an der Decke angebrachtes Messgerät. Dieses sollte einerseits einen Alarm auslösen, aber diesen Alarm auch an ein Mobilgerät weiterleiten können. 

Gleiches gilt für die anderen Messungen. Neben der Anzeige im Kinderzimmer sollte es eine Kontrollmöglichkeit am Smartphone geben. 

 

Raumtemperatur konstant halten

Richtig konstant halten kann man die Raumtemperatur nur mit einer sehr guten Klimaanlage. Dies lohnt sich in Deutschland eigentlich nur in Räumen, die sich im Sommer stark aufheizen. Und dagegen gibt es auch einige Möglichkeiten, wie Dämmfolien, welche wärmenden Lichteinfall durch die Fenster verhindern. 

Im Winter macht es Sinn ein Thermostat am Heizkörper zu installieren. 

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Leider gibt es kaum Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit kontrolliert konstant zu halten. Die meisten Geräte bieten nur an die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen oder zu senken. Beides sollte mit Bedacht getan werden, da man in kleineren Räumen schnell in kritische Bereiche in die eine oder andere Richtung kommt. Erhöhen der Luftfeuchtigkeit macht eigentlich nur im Winter bei Heizungsluft Sinn und dann reicht es oft mehrere Wasserbehälter an der Heizung anzubringen. 

Luftfeuchtigkeit senken

Achtung: eine hohe Luftfeuchtigkeit kann Schimmel hervor rufen! Schimmel muss fachmännisch beseitigt werden. 

Die Luftfeuchtigkeit kann mit verschiedenen Methoden gesenkt werden. Das schwierige hier ist wiederum ein gutes Mittelmaß zu finden. Und oft steigt die Luftfeuchtigkeit wieder schnell an, nachdem die Maßnahme durchgeführt wurde. Im durchschnitt atmet jeder Mensch ca. einen halben Liter in der Nacht aus – bei einem kleinen Schlafzimmer kann dies durchaus die Luftfeuchtigkeit erhöhen. 

Luftreinheit

Im Gegensatz zur Luftfeuchtigkeit kann die Luft eigentlich nicht “sauber” genug sein. Hier solltest Du aber auf gute Qualität achten: Ein Ventilator wirbelt mehr Partikel in die Luft auf – ist also kontraproduktiv. Schwache Filter können zwar große Teile aus der Luft entfernen, wirbeln aber ähnlich wie Ventilatoren die kleinsten Teile weiter auf. 

Von daher macht es Sinn unbedingt darauf zu achten HEPA Filter oder sogar noch bessere Filter zu verwenden. Oft reicht schon 15 Minuten, um die Luftreinheit deutlich zu verbessern. Ich persönlich empfehle es, während dem 10 Minuten Lüften und weitere 5 Minuten einen Filter laufen zu lassen. Gut platziert führt das dazu, dass ein Großteil der Einströmenden Luft gefiltert wird.